Das Erd-Element im Wandel der 5 Jahreszeiten

 

Der Spätsommer ist in der TCM dem Erdeelement zugeordnet. Zugehörige Organe sind Magen und Milz. Die Stärkung des Erdelements ist zentral, denn es nährt alle anderen Elemente und Organe.

Es ist die Zeit der Ernte: Die Obstbäume hängen voller Früchte, und das Korn ist reif. Die Tiere sammeln Vorräte. Und auch wir Menschen tun gut daran, unsere Energie jetzt zu sammeln im Hinblick auf die kalte Jahreszeit. Nachdem wir im Feuerelement – im Hochsommer – uns sehr nach außen orientiert haben, geht es jetzt, im Spätsommer, der so genannten fünften Jahreszeit, darum, unsere Kräfte zu sammeln. Auf dem Land erleben wir die Vorbereitung auf den Winter beim Früchteeinkochen und beim Holzhacken. Aber auch in der Stadt, wo wir die Natur nicht mehr so stark erleben, ist es ratsam, mit der Energie der Jahreszeiten zu gehen. Im Spätsommer bedeutet dies, mehr bei sich und der eigenen Mitte anzukommen. Wir tun wohl daran, unsere Aktivitäten mehr nach innen zu richten und uns wieder mehr um unser eigenes körperliches und seelisches Wohlergehen zu kümmern: Lecker und gesund zu kochen und zu essen, einfach nichts tun, auszuruhen… Dabei geht es darum, uns im wahrsten Sinne des Wortes wieder zu Erden und darüber unser Erd-Element zu stärken.

Mit dem Erdelement in die Mitte kommen

In der Chinesischen Medizin wurde das Erdeelement ursprünglich nicht zwischen Feuer- und Metallelement, sondern in der Mitte aller vier anderen Elemente dargestellt. Nach wie vor kommt ihm eine zentrale Rolle zu, weil es mit der Verdauungsfunktion von Magen und Milz lebensnotwendig für alle anderen Organe ist. Deshalb lege ich immer großen Wert auf eine ausführliche individuelle Ernährungsberatung. Aus der Mitte, über den Nabel, wird auch das ungeborene Kind von der Mutter versorgt. Gleichzeitig setzt sich im Erdeelement die Verbindung von Mutter und Kind in der Ahnenlinie fort.

Aus TCM-Sicht nimmt der Magen die Nahrung auf, und die Milz verdaut. Auch Sinneswahrnehmungen müssen von der Milz verarbeitet werden. Da wir in unserer Gesellschaft eine Überreizung der Sinne erleben, uns zu viel sorgen, in Gedankenspiralen kreisen und uns oft mangelhaft ernähren, ist die Milz bei vielen Menschen geschwächt. Deshalb ist eine Milz-Qi-Schwäche eines der häufigsten TCM Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft. Typisch sind Magen-Darm- und Blutgefäß-Erkrankungen, Müdigkeit, Trägheit und Stoffwechselstörungen.

Tipps für eine gesunde Erdenergie

Menschen mit gesunder Milzenergie ruhen in ihrer Mitte. Sie sind mitfühlend, hilfsbereit, herzlich und offen und wissen, was sie wollen. Sie können enge und verbindliche Beziehungen eingehen, ohne sich selbst dabei zu vergessen.
 Was stärkt das Erdeelement? Selber kochen und gesund essen, singen , statt Input von Zeitung und Fernsehen eine Auszeit in der Natur oder auf dem Balkon einbauen; einen „Visionquest“ oder „Nature Walk“ in der Natur mitmachen, sich mit den eigenen Wurzeln beschäftigen.

 

Ein Beitrag von Bern Monecke. Er gibt TCM Seminare zu den Fünf Elementen in Verbindung mit schamanischer Arbeit.

Erdelemente Abend: 6. September 2018 19:30-21:30 Uhr in der Praxis im Bambusgarten, Kosten: 20 €, Anmeldung erbeten.
Ab 2016 Elemente Tage im Wandel der Jahreszeiten; weitere Infos und Kontakt über www.bambuspraxis.de, Tel.: 01772727627.

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